Germany – Disclosure of the Catholic financial guidance “Ethisch-nachhaltig investieren”

On July 3rd, 2015, in Bonn, the chairman of the German Bishops Conference (Deutschen Bischofskonferenz), Cardinal Reinhard Marx, and the President of the Central Committee of German Catholics (Zentralkomitees der deutschen Katholiken, ZdK), Alois Glück, disclosed  the guidance “invest ethically-sustainable”. 

This should support the financial players in the church institutions for investing their money, taking into account ethical criteria. It includes discussion of these criteria and gives practical advices on the implementation of an ethically oriented investment policy.

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Ethische Maßstäbe sind insbesondere der Schutz des menschlichen Lebens, die Einhaltung und Förderung der Menschenrechte, die Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern und die Bewahrung der natürlichen Umwelt. Besonders mit den Kirchenbanken stehen erfahrene Finanzdienstleister bereit, um das Vermögen kirchlicher Einrichtungen nach ethischen Kriterien auszurichten. Diese bedienen sich der Analysen fachkundiger „Research-Agenturen“.

„Der Umgang der Kirche mit ihren Finanzen und ihrem Vermögen ist eine zentrale Frage für die Glaubwürdigkeit von Kirche insgesamt, so ZdK-Präsident Alois Glück. „Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Transparenz von kirchlichen Finanzstrukturen und Vermögensverhältnissen.“ Ebenfalls von Bedeutung seien die Ziele und Kriterien, nach denen kirchliche Gelder am Kapitalmarkt investiert würden. „Die ethisch-nachhaltigen Kriterien wirken bei der Geldanlage doppelt: Zum einen signalisieren kirchliche Investoren durch eine ethisch-nachhaltige Anlagestrategie den Unternehmen, dass sie ihre unternehmerische Praxis stärker nach ethischen und ökologischen Kriterien ausrichten sollen. Zum anderen können kirchliche Investoren mit dem ethisch-nachhaltigen Investment ihre notwendigen Geldanlagen in Einklang mit ethisch reflektierten, christlichen Wertvorstellungen bringen.“

Kardinal Marx hob bei der Präsentation hervor, dass auch die Kirche eine Akteurin ist, die vom wirtschaftlichen Handeln nicht ausgenommen sei: „Ethisch-nachhaltig zu investieren ist insbesondere im Umgang mit ihrem Vermögen eine Aufgabe der Kirche. Deshalb müssen wir uns auch fragen lassen, wie die Kirche mit ihren finanziellen Ressourcen umgeht, wie kirchliche Einrichtungen mit ihrem Kapital operieren und wie ethisch gewirtschaftet werden kann. Hier sind die Vorgaben der verschiedenen Einrichtungen so unterschiedlich wie die Einrichtungen selbst“, so Kardinal Marx. „Allen kirchlichen Einrichtungen gemeinsam sollte das Interesse sein, ihre Investments an christlichen Wertvorstellungen zu orientieren. Es geht ihnen dann nicht nur darum, mit dem angelegten Kapital und den erwirtschafteten Zinsen die Zwecke der eigenen Einrichtungen zu erfüllen und so Gutes für die Menschen und die Schöpfung zu tun. Es muss ihnen ebenso um die direkten und indirekten Auswirkungen ihrer Investition auf die Umwelt und auf andere Menschen, besonders auf die Armen, gehen.“

Kardinal Marx und Präsident Glück wünschen sich eine breite Beachtung dieser Orientierungshilfe, „die zu einem wirklich verantworteten Umgang mit kirchlichen Investments beitragen will.“ Die Deutsche Bischofskonferenz und das ZdK verstehen die neue Orientierungshilfe als wirksames Instrument, um diejenigen zu bestätigen, die schon jetzt im Bereich des ethisch-nachhaltigen Investments aktiv sind, und jene anzuspornen, die sich mit dieser Materie noch nicht genügend auseinandergesetzt haben.

Erstellt wurde die Orientierungshilfe auf Anregung der Gemeinsamen Konferenz von Finanzexperten aus den Diözesen, Kirchenbanken, Orden, Hilfswerken, Verbänden, des Deutschen Caritasverbandes und der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse. Nach einem Konsultations- und Diskussionsprozess im vergangenen Jahr haben die Gremien des Verbandes der Diözesen Deutschlands und des ZdK der Orientierungshilfe nun ihre Zustimmung gegeben.



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